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Streuauflage

 
     
  L-Horizont, die letztjährige, frisch abgestorbene organische Substanz, die auf kaum verändert auf dem Boden aufliegt. Dazu gehört pflanzliches wie auch tierisches Material. Die Streuauflage bildet die oberste Lage über dem O-Horizont. Man kann verschiedene Streuarten nach ihrer Herkunft unterscheiden: Der Abfall von Bäumen und Sträuchern (Blätter, Nadeln, Zweige usw.), Rückstände von Kräutern und Gräsern sowie Ernterückstände von Kulturpflanzen (Stoppeln, Kartoffelkraut, Gründüngungspflanzen, usw.). Die Menge der anfallenden Streu ist sehr variabel und abhängig von der Produktivität und der Kulturart des Standortes. Ein natürlicher Wald hat einen höheren Bestandsabfall als die Ernterückstände auf Acker oder Grünland. Auch innerhalb der Standorte gibt es Unterschiede im Bestandsanfall: im Laubwald mehr als im Nadelwald und bei Futterpflanzen mehr als bei Getreide und mehr als bei Hackfrüchten (Tab.). Die Zusammensetzung der Streuauflage an einem Standort bestimmt die Abbaubarkeit (Mineralisierung, Humifizierung) der verschiedenen Humusformen (Humus). Streuformen mit höherem Anteilen an schwer zersetzbaren Verbindungen, wie Lignin, Wachse, Harze, Gerbstoffe, lassen sich schwerer zersetzen. Blatt- und Laubstreu (höherer Anteil an Proteinen, Stärke usw.) sind leichter umsetzten als Nadelstreu.

StreuauflageStreuauflage (Tab.): mittlere Werte des jährlichen Anfalls an organischer Trockensubstanz.
 
 

 

 

 
 
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