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Humus

 
     
  bezeichnet die Gesamtheit der toten organischen Substanz des Bodens einschliesslich der Streustoffe (= abgestorbene, noch nicht in Zersetzung übergegangene organische Materie). Der Humus ist die Bodenkomponente, die durch Veränderungen der Nutzung/Bewirtschaftung am stärksten beeinflusst wird. Er ist massgeblich am Nährstoff- und Wasserspeicherungsvermögen des Bodens beteiligt und beeinflusst Gefügestabilität sowie Puffer- und Filterfunktionen des Bodens. Auflagehorizonte sowie Hochmoore weisen im allgemeinen sehr hohe Humusgehalte (bis zu 100 %) auf. Im mineralischen Oberboden ist der Humus dagegen mit den Mineralstoffen des Bodens vermischt und sein Gehalt entsprechend geringer. Die A-Horizonte von Ackerböden haben Humusgehalte zwischen 1,5 und 4 %, in solchen von Dauergrünland lassen sich Gehalte zwischen 15 und 30 % finden. Direkt lässt sich der Humusgehalt nur in carbonat- und tonmineralfreien Böden über den Glühverlust bestimmen. Da der C-Gehalt des Humus im allgemeinen bei ca. 50 % liegt, kann man den Humusgehalt durch Multiplikation des Corg-Gehaltes (abhängig u.a. von Klima und Bodenart) berechnen. Zum besseren Vergleich der Humusgehalte verschiedener Böden ist jedoch die Verwendung des Corg-Gehaltes sinnvoll.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Hauptausdehnungskoeffizient Wiederverwertung Erdkern

 

 
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