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Kupferminerale

 
     
  die wichtigsten Kupferminerale sind: a) Primär- und Anreicherungsminerale: gediegen Kupfer (Cu, kubisch, 100% Cu), Kupferglanz (Cu2S, rhombisch, 79% Cu), Covellin (CuS, hexagonal, 66% Cu), Buntkupferkies (Bomit, Cu5FeS4, kubisch, 56-69% Cu), Enargit (Cu3AsS4,rhombisch, 48% Cu), Fahlerz (kubisch), Tetraedrit ((Cu2,Zn,Fe)3Sb2S6, 2,5-45% Cu), Tennantit ((Cu2,Zn, Fe)3AS2S6, 38-55% Cu), Kupferkies (Chalkopyrit, CuFeS2, tetragonal, 34% Cu). b) Oxydationsminerale: Rotkupfererz (Cuprit, Cu2O, kubisch, 88% Cu), Tenorit (CuO, monoklin, 79%), Atakamit (Cu2(OH)3Cl, rhombisch, 59% Cu), Malachit (CU2[(OH)2|CO3], monoklin, 57% Cu), Kupferlasur (Azurit, Cu3[OH|CO3]2, monoklin, 55% Cu), Brochantit (Cu4[(OH)6|SO4], monoklin, 56% Cu). Gediegenes Kupfer ist infolge der leichten Reduzierbarkeit der Kupfersulfidlösungen auf Kupferlagerstätten weit verbreitet. Meist ist es wie Rotkupfererz an die Grenze zwischen Oxidationszone und Zementationszone gebunden, wo die angereicherten Erze wieder oxidiert werden. Kupferkies ist das verbreitetste und daher wirtschaftlich ein sehr wichtiges Kupfererz. Als typischer Durchläufer wird es in allen Phasen von magmatischer bis zu sedimentärer Bildung angetroffen. Bei hoher Temperatur kann Kupferkies einen über die theoretische Zusammensetzung hinausgehenden FeS-Gehalt aufnehmen, der sich bei Temperaturabnahme als Cubanit (CuFe2S3) oder Valleriit (Cu3Fe4S7) ausscheidet. Bei der Verwitterung bilden sich Kupferziegelerz und Kupferpecherz, Gemenge oxidischer Kupferminerale mit Brauneisen. Die häufigsten Begleiter von Kupferkies sind Pyrit, Magnetkies, Zinkblende, Bleiglanz u.a. Kupferglanz ist das Cu-reichste und daher wirtschaftlich wertvollste Erz mit der theoretischen Zusammensetzung Cu2S. Buntkupferkies vermag beträchtliche Mengen Cu2S in das Gitter aufzunehmen, so dass der Cu-Gehalt zwischen 55 und 69% schwanken kann. Entsprechend zeigt er auch verschiedene Dichten zwischen 4,9 und 5,3 g/cm3. Die Bildung ist meist hydrothermal oder durch hydrothermale Lösungen aus Kupferkies verursacht. Daneben kommt es auch sedimentär vor. Zusammen mit Kupferglanz und Covellin ist es der Kupferträger im Mansfelder Kupferschiefer. Bei der Verwitterung kann sich Covellin bilden, das ein typisches Produkt beginnender Verwitterung ist. Enargit ist ein charakteristisches Erz der arsenreichen Kupfergänge (z.B. Butte, Tsumeb usw.), oft vergesellschaftet mit Arsenfahlerz. In Eisenspat und carbonathaltigen Gängen wird dagegen das Antimonfahlerz gefunden. Beide, besonders aber das letztere, das 5%, in seltenen Fällen bis zu 30% Ag enthalten kann, sind als Silbererze bedeutsam. Die Oxidationserze sind allgemein als Verwitterungsprodukte der Kupferminerale anzutreffen. Nur lokal haben sie heute noch grössere wirtschaftliche Bedeutung. Durch ihre intensiven Farben sind sie wichtig beim Auffinden von Kupferlagerstätten. Malachit, der sich mit Kohle leicht zu Kupfer reduzieren lässt, dürfte neben gediegenem Kupfer das zuerst verwandte Kupfererz gewesen sein.  
 

 

 

 
 
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