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Magnetkies

 
     
  Pyrrhotin, Magnetopyrit, Mineral mit der chemischen Formel FeS bis Fe1S1+x und dihexagonal-dipyramidaler Kristallform. Bei x=0,14 (Fe7S8) bildet sich eine ferrimagnetische Phase durch ein Defektmoment (Ferrimagnetismus). Magnetkiese anderer Zusammensetzung, z.B. Fe9S10 (x=0,11), sind antiferromagnetisch (Antiferromatnetismus). Ferrimagnetischer Magnetkies hat eine Curie-Temperatur von 325ºC und eine Sättigungsmagnetisierung MS=62·103 A/m. Die spezifische Suszeptibilität χspez liegt im Bereich von 103-105·10-8 m3/kg, die Koerzitivfeldstärke HC hat Werte von höchstens 0,5 T; Farbe: bronzegelb, mit Stich ins Rötliche bis Braune, gelegentlich Anlauffarben; Metallglanz; undurchsichtig; Strich: grau-schwarz; Härte nach Mohs: 4 (spröd); Dichte: 4,58-4,77 g/cm3; Spaltbarkeit: teilbar nach (0001) und (1120); Aggregate: Kristalle rosettenartig gruppiert, sonst meist derb, eingesprengt, auch massig, grobkörnig bis grobblätterig, schalig, körnig, feinkörnig bis dicht; wird von Magneten unterschiedlich stark angezogen; vor dem Lötrohr zu schwarzer, magnetischer Masse schmelzend; in Salpetersäure und Salzsäure schwer löslich; Begleiter: Pyrit, Chalkopyrit, Sphalerit, Galenit, Magnetit; Vorkommen: in plutonischen Magmatiten, besonders in ultrabasischen bis basischen, weniger häufig in intermediären und sedimentären Gesteinen; Fundorte: Bodenmais (Bayern), Hundholmen und Iveland (Norwegen), Tunaberg (Schweden), Outokumpu (Finnland), Herja (Rumänien) und Merensky-Reef (Südafrika).  
 

 

 

 
 
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