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Androdamant, Cheneutitcit, Erzblume, Flussspat, Glasspat, nach dem chemischen Element Fluor benanntes Mineral (Abb.) mit der chemischen Formel: CaF2; kubisch-hexoktaedrische Kristallform; Farbe: farblos, gelb, grün, violett, blau, rosa; Glasglanz; durchsichtig bis undurchsichtig; Strich: weiss; Härte nach Mohs: 4 (spröd); Dichte: 3,1-3,2 g/cm3; Spaltbarkeit: vollkommen nach (111); Bruch: muschelig, splittrig; Aggregate: grob- bis feinkörnig, ganz dicht, chalcedonartig, stengelig, radialstrahlig, gebändert, oft mit Einschlüssen, selten erdig; oft verzwillingt nach (111); vor dem Lötrohr wird er rissig, leuchtet und schmilzt etwas an den Rändern; nur in konzentrierter Schwefelsäure restlos löslich, wobei Glas ätzende Flusssäure entweicht; Begleiter: Quarz, Galenit, Sphalerit, Chalkopyrit, Baryt, Fahlerze, Silberminerale, Molybdänit, Apatit; Genese: Durchläufermineral, entsteht aber hauptsächlich hydrothermal, metasomatisch; Vorkommen: als Übergemengteil in sauren magmatischen Restdifferentiaten sowie in Pegmatiten aller Art; Verwendung: als Flussmittel bei Hüttenprozessen (Flüssigmachen der Schlacke, Entfernung von Schwefel und Phosphor, künstlicher Kryolith für die Aluminiumelektrolyse), in der optischen Industrie, zur Emailherstellung und in der Glasfabrikation, zur Herabsetzung der Garbrandtemperaturen bei Zement, zur Herstellung von Flusssäure, zum Ätzen von Glas und Entkieseln von Graphit, in der Fluorchemie als reinste Kristalle für Mikroskoplinsen; Fundorte: Wölsendorf (Bayern), Pare/Val-Sarentino (Südtirol, Italien), New Foundland (USA), ansonsten weltweit.
Fluorit: Fluorit-Durchkreuzungszwilling nach (111) (Penetrationszwilling). |
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