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von den ca. 60 bekannten Mineralen mit wesentlichem Silbergehalt sind die meisten Sulfide und verwandte Verbindungen mit As, Sb, Se und Te (Tab.). Gediegenes Silber bildet meist verzerrte, dendritische, oft drahtartige Kristalle. Durch Anlaufen wird das an sich »silber«-weisse Metall meist braun bis schwarz. Es bildet sich hydrothermal oft im Übergangsbereich der Oxidationsund Zementationszone. Der schwärzlich glänzende Silberglanz kristallisiert oberhalb 179ºC kubisch, unter dieser Temperatur monoklin. Das wichtige Silbererz wird vielfach in der Zementationszone der Lagerstätten angetroffen. Hornsilber ist ein sekundäres Mineral der Oxidationszone von Silberlagerstätten. Es ist nicht metallisch und braun bis schwarz. Polybasit hat als in feinster Form in Bleiglanz eingesprengter Silberträger Bedeutung. Es ist schwarz, in dünnen Splittern rot durchscheinend. Sein Ag-Gehalt schwankt infolge des teilweisen Ersatzes des Ag durch Cu. Die Rotgültigerze Pyrargyrit und Proustit kommen in der Natur stets als getrennte Minerale vor. Da die beiden Verbindungen bei höherer Temperatur jedoch mischbar sind, muss ihre natürliche Bildung niedrigthermal erfolgt sein. Pyrargyrit ist häufiger und ein wichtiges Erz. Es hat fast metallischen Glanz, ist schwarz, aber dunkelrot durchscheinend in dünnen Splittern. Proustit ist kaum metallisch glänzend und heller rot, besonders in der Strichfarbe. Das komplex zusammengesetzte Fahlerz ist eigentlich ein Kupfermineral, doch kann das Cu zum Teil durch Ag ersetzt werden. Es ist auch häufig Silberträger im Bleiglanz. Elektrum ist ein Silberamalgam mit Vorkommen im Altai-Gebirge und in Kleinasien mit 2-20% Gold. Mit zunehmendem Silbergehalt wird die Farbe heller, bei ungefähr 30% ist Gold fast silberweiss.
Silberminerale (Tab.): Übersicht über die wichtigsten Silberminerale. |
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