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Alaune

 
     
  Sulfate, die durch die Beteiligung von ein- und dreiwertigen Kationen stets durch den Gehalt an Wasser und anderen Komponenten relativ komplex zusammengesetzt sind. Alaune sind überwiegend Verwitterungsbildungen, sehr häufig in Oxidationszonen von Erzlagerstätten. Ein grosser Teil dieser Minerale wird auch unter dem Begriff der Vitriole zusammengefasst. Häufigster Vertreter ist der Alunit, ein Kalialaun, KAl(SO4)2·12H2O. Als Krusten, Anflüge, Ausblühungen und erdige Massen gebildet, meist aus schwefelkieshaltigen Sedimentgesteinen bei der Verwitterung von Tonen, Tonschiefern, Schwarzschiefern (Alaunschiefern) und Braunkohlen, niedrig-thermale Ausscheidungen in Vulkangebieten (Solfatara bei Neapel und Katmai in Alaska). Wichtiger chemischer Grundstoff für Farben-, pharmazeutische, kosmetische, Leder- und Papierindustrie, früher bergmännisch gewonnen aus Alaunschiefern, die der Verwitterung ausgesetzt und/oder mit Wasser behandelt wurden. Gewinnung heute künstlich durch Behandlung Al-reicher Gesteine (Bauxit, Ton, Kaolinit) mit H2SO4 und Zusatz von Kalisalzen. Weitere Alaune sind der Natronalaun,


NaAl(SO4)2·12H2O, der wegen seiner leichten Zersetzbarkeit an Luft seltener ist als der Kalialaun und der Ammon-Alaun (Tschermigit), NH4Al(SO4)2·12H2O.
 
 

 

 

 
 
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