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Ausscheidung

 
     
  Prezipitat, Aneinanderlagerung von Legierungsbestandteilen oder Fremdatomen in einem Ein- oder Polykristall zu mehr oder weniger geordneten Bereichen oder neuen, teilweise thermodynamisch stabilen Phasen. Entstehen Ausscheidungen innerhalb eines Einkristalls, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihre Orientierung von der des Kristalls abhängt. Dies trifft i.d.R. für Ausscheidungen auf Korngrenzen nicht zu. Ist der Unterschied der Gitter zwischen Ausscheidung und Kristall klein, können diese kohärent sein, d.h. die Netzebenen des Kristalls werden eventuell durch die Ausscheidung hindurch fortgesetzt. Damit ist i.d.R. eine elastische Verzerrung des umgebenden Kristallbereichs verbunden. Ausscheidungen können in den verschiedensten Formen vorliegen, z.B. als Nadeln, Kugeln, Platten oder Ellipsoide. Sie entstehen meist durch die Wärmebehandlung eines übersättigten Mischkristalls bei Temperaturen, unter denen Diffusionsvorgänge (Diffusion ) möglich sind. Bekannte Beispiele sind die Guinier-Preston-Zonen und Θ-Phasen in Cu-haltigen Al-Legierungen, oder technologisch noch wichtiger die Carbide in Stählen. Ihre grosse technologische Bedeutung rührt daher, dass sie oft sehr wirksame Hindernisse für die Bewegung von Versetzungen darstellen und damit zur Erhöhung der Festigkeit eines Materials beitragen.  
 

 

 

 
 
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Aussagetiefe
 
Ausscheidungsfolge
 
     

Weitere Begriffe : Abwasseranfall Eisverdunstung Amylobacter

 

 
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