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Bauxit

 
     
  benannt nach dem Fundort Les Baux in Südfrankreich, wo es 1821 entdeckt wurde. Rotbraun-gelbliches oder bräunliches bis grau-weisses Erz bzw. Sedimentgestein aus kugeligen, pisolitischen Konkrementen, die massig oder schwammig ausgebildet sein können. Bauxit ist ein Produkt der allitischen Verwitterung von aluminiumreichen Gesteinen wie z.B. Nephelinsyeniten, Basalten oder Tonschiefern. Es hat Gehalte von 50-70% Al2O3, 0-25% Fe2O3, 12-40% H2O und 2-30% SiO2, dazu gelegentlich TiO2, V2O5 u.a. Nach dem Ausgangsgestein unterscheidet man Laterit- oder Silicatbauxit, Karst- oder Kalkbauxit. Bauxit ist das wichtigste Ausgangsmaterial für die Herstellung des Metalls Aluminium, das in der Natur nicht in metallischer Form, sondern nur in Form von Verbindungen vorkommt. Das Erz der Bauxitlagerstätten ist ein Gemenge aus den Aluminiumhydroxiden Diaspor, Gibbsit und Alumogel mit variablen Beimengungen von Eisenhydroxiden, Ton, Silt oder Quarz. Nur in einem zweistufigen Prozess ist es möglich, aus Bauxit metallisches Aluminium zu gewinnen. Zunächst wird in Oxidfabriken aus Bauxit im sog. Bayer-Verfahren Aluminiumoxid produziert. In Aluminiumhütten erfolgt anschliessend elektrolytisch die Trennung des Aluminiumoxids in eine Aluminiumschmelze und Sauerstoff (Hall-Hérould-Prinzip). Daneben ist Bauxit ein wichtiger Rohstoff für Feuerfestgesteine, Feuerfestkeramik oder Tonerdezement.  
 

 

 

 
 
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