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Methan

 
     
  chemische Formel CH4, farb- und geruchloses, brennbares Gas, einfachste Form eines Kohlenwasserstoffes. In der Ingenieurgeologie auch als Sumpfgas oder Grubengas gezeichnet, besitzt Methan eine geringe Wasserlöslichkeit, ist aber gut löslich in Ether und Alkohol. Es ist mit ca. 84% Hauptbestandteil des trockenen Erdgases und tritt häufig zusammen mit Erdöl auf. Es kommt v.a. in Erd- und Grubengasen und beim Abbau von Abfällen in Deponien (Deponiegas) vor. Eine wachsende Rolle spielt die Methangewinnung durch Gärung (Faulgas). Zusammen mit Luft gibt Methan explosive Gemenge. Die globale Emission von Methan in die Umwelt beträgt jährlich ca. 1710 Mio. t, wovon ca. 1600 Mio. t auf natürliche Emissionen zurückzuführen sind. Starke Emissionen werden von der Rinderzucht und vom Reisanbau verursacht. Methan wird von Methanbakterien bei Gärungsvorgängen unter Luftabschluss in wassergesättigten Böden von Sümpfen, im Nassreisanbau, in Kläranlagen, in Wirtschaftsdüngern (hauptsächlich bei anaerober Güllelagerung) sowie im Pansen von Wiederkäuern oder Blinddarm von Pferden gebildet und ausgeschieden. Das mittlere globale troposphärische Mischungsverhältnis von Methan betrug 1999 etwa 1,75 ppm. Sein Trend, der im Zeitraum von 1940 bis 1980 von 5,0 ppb/Jahr auf über 15,0 ppb/Jahr angestiegen war, hat bis 1996 wieder auf etwa 6,0 ppb/Jahr abgenommen. Sein Anteil am derzeitigen Treibhauseffekt liegt bei 13%.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Glacis Kupferkies Martonne

 

 
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