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Eiskeime

 
     
  Eiskerne, Gefrierkerne, ice nuclei, Aerosole von zumeist mineralischer Natur mit einer den Eiskristallen geometrisch ähnlichen Oberfläche, an denen sich Eiskristalle bilden. Drei heterogene Wirkungsmechanismen von Eiskeimen sind bekannt: a) Adsorption von Wasserdampf an der Oberfläche des Eiskeims und Gefrieren bei hinreichend niedrigen Temperaturen (Sublimation), b) Auslösen des Gefrierprozesses eines unterkühlten Tröpfchens durch einen im Innern befindlichen Eiskeim, der dorthin während der Kondensation oder durch Aufsammeln (Scavenging) gelangte, c) Kontakt eines Eiskeims mit einem Tröpfchen.


Die Eigenschaft eines Aerosols als Eiskeim zu wirken, nimmt mit abnehmender Temperatur zu. Das Verhältnis von Eiskeimen zur Gesamtzahl an Aerosolen beträgt nur 1:106 . Mit nur einem Eiskeim pro Liter Luft (bei -20°C) besteht in der Atmosphäre daher ein Mangel an Eiskeimen, der die Existenz unterkühlten Wassers bis -40°C und das Auftreten homogenen Gefrierens erklärt.
 
 

 

 

 
 
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