Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Sublimation

 
     
  Vorgang, bei dem Wasser der festen Phase (Schnee oder Eis) direkt in die gasförmige Phase unter Umgehung der flüssigen Phase übergeht. Der Sublimationsbegriff wird in Physik und Chemie auch für den umgekehrten Vorgang, nämlich den des direkten Wasserdampfüberganges in die Eisphase, gebraucht (Resublimation). Die spezifische Sublimationswärme rs ergibt sich aus der Summe der Schmelzwärme rg und der Verdunstungswärme rv. Sie beträgt 2790 J/g. Die Sublimation ist bedeutend für den Abbau von Schnee- und Eisdecken (Schnee- und Eisablation). Sie wird in der Glaziologie daher auch als Sammelbegriff für die Verdunstung von Schnee und Eis verwendet. Reine Eisverdunstung von Wassereis benötigt eine Oberflächentemperatur von 0ºC abwärts und einen unter dem Sättigungsdampfdruck der Eisoberfläche liegenden Wasserdampfdruck der Luft. Die Sublimation ist wie das Gefrieren ein heterogener Prozess und erfordert Eiskeime oder feste Oberflächen (Reif). Beim Wachsen von Eiskristallen aus der Dampfphase sind Oberflächen- und Wärmeleitungsprozesse von Bedeutung und man spricht daher oft von Diffusionswachstum anstelle von Sublimation. Die Sublimation hängt vom Dampfdruck des Wassers ab. Bei gleicher Dampfdruckdifferenz ist die Geschwindigkeit der Eisverdampfung, die Sublimationsgeschwindigkeit, 0,88 mal kleiner als jene der Wasserverdunstung. Der Sublimationsdampfdruck im Gleichgewichtsfall ist klein. Er beträgt bei 0ºC 3,0 hPa, bei –10ºC 1,3 hPa, bei –20ºC 0,51 hPa und bei –50ºC 0,02 hPa.  
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
subkrustal
 
Sublimationskurve
 
     

Weitere Begriffe : LAGEOS Subzeichen Radiolarien

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum