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[von griech. dis=zwei und stenos=Kraft], Cyanite, Kianit, Kyanit, Pseudo-Andalusit,
Sapparit, Talkschörl; Al2[O/SiO4]; Mineral mit triklin-pinakoidaler Kristallform; Farbe: bläulichweiss bis blau, fleckig-weiss, gelblich, grau, seltener rosa, grün, braunrot oder rotbraun; Glas- bis Perlmutterglanz; durchsichtig bis durchscheinend; Strich: weiss; Härte nach Mohs: längs: 4,5, quer: 6,5 (daher auch die Herleitung aus dem Griechischen); Dichte: 3,6-3,7 g/cm3; Spaltbarkeit: vollkommen nach (100); deutlich nach (010) (Abb.); Bruch: faserig; Aggregate: derb; strahlig-blätterige bis nadelige Massen bzw. breitstengelige, blattförmige, flachtafelige und quergestreifte Kristalle, häufig Zwillingsbildung; vor dem Lötrohr unschmelzbar; in Säuren unlöslich; Begleiter: Staurolith, Andalusit, Almandin, Korund, Rutil, Zoisit; Vorkommen: als metamorphes, für kristalline Schiefer charakteristisches Mineral (Fazies-Leitmineral) in Glimmerschiefern, Granulit und Eklogit; Fundorte: Pizzo Forno und Monte Campione (Tessin, Schweiz), Borisovka (Ural), Hirvivaara (Finnland) u.a.
Disthen: Spaltbarkeit nach (100) und (010) mit Härteanisotropie. |
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