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thermodynamisches Diagramm |
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aerologisches Diagramm, Feuchtediagramm, Temperatur-Feuchte-Diagramm, eine graphische Darstellung mit den Koordinaten Druck (abhängig von der Höhe) und Temperatur, mit deren Hilfe man die Zustandsänderungen eines Luftpakets bei Vertikalbewegungen bestimmen kann. Dazu werden die Ergebnisse eines aerologischen Aufstiegs (TEMP-Meldung, Radiosonde) als Zustandskurve in ein aerologisches Diagrammpapier eingetragen (Abb.). Im Koordinatensystem sind zusätzlich die Trockenadiabaten und Feuchtadiabaten angegeben, welche die Temperaturänderungen eines betrachteten Luftquantums (individuelle Zustandskurve) bei trockenadiabatischer Hebung oder Absenkung bzw. feuchtadiabatischer Hebung angibt. Schliesslich sind zumindest noch die Isolinien gleicher Feuchte, meist in Form des Mischungsverhältnisses, eingezeichnet. Daraus lassen sich vielfältige Rückschlüsse über den Zustand der Atmosphäre ableiten, insbesondere über die Stabilität bzw. Labilität der vertikalen thermischen Schichtung, Inversionen und die Unter- und (meist nur grob geschätzten) Obergrenzen der Wolken. Zudem lassen sich mögliche künftige Entwicklungen abschätzen (Wolkenbildung, Gewitterwahrscheinlichkeit, Schneefallwahrscheinlichkeit, Zustandsänderungen bei Föhn usw.). Beim Deutschen Wetterdienst sind die thermodynamischen Diagrammpapiere nach Stüve (Stüve-Diagramm) und daneben das auch in den USA verwendete schiefwinklige T-log-p-Diagramm (mit T=Temperatur und p=Luftdruck) in Gebrauch. In manchen aerologischen Diensten sind insbesondere für Energiebetrachtungen das Aerogramm, Emagramm und Tephigramm geläufig.
thermodynamisches Diagramm: stark vereinfachtes Schema eines rechtwinkligen thermodynamischen Diagrammpapiers (KKN=Konvektionskondesationsniveau, HKN=Hebungskondensationsniveau, tA=Auslösetemperatur, t und td=Temperatur und Taupunkt im Ausgangsniveau). |
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