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1) Ingenieurgeologie: disperses System aus unlöslichen Feststoffteilchen und Flüssigkeiten. Die Spülung in der Bohrtechnik liegt als Suspension vor. 2) Geomorphologie: a) äolischer Prozess, der den schwebenden Transport des durch Deflation aufgenommenen Materials beschreibt. Dies betrifft v.a. Schluff und Ton, der dann als Staub oder Flugstaub bezeichnet wird. Suspension tritt ein, sofern Teilchen durch turbulenten Austausch gegen ihre Sinkgeschwindigkeit in der Schwebe gehalten werden. Für die Sinkgeschwindigkeit vS gilt die Gleichung von Stokes:
wobei (ρK-ρL)=Dichteunterschied zwischen Korn und Luft, g=Schwerebeschleunigung, d=Korndurchmesser, μ=turbulente Viskosität der Luft. Bei nachlassender Turbulenz fallen die Stäube aus oder werden von Niederschlägen ausgewaschen und sedimentieren meist weiträumig. Äolische Akkumulationen aus Suspension finden sich v.a. in den Randbereichen der Trockengebiete und den Periglazialgebieten der pleistozänen Vereisung, da sie durch Feuchte oder Vegetation vor erneuter Deflation geschützt werden müssen (Löss). Sie können auch lange in der Atmosphäre verbleiben und über grosse Strecken getragen werden. Bekannt sind die in Mitteleuropa gelegentlich auftretenden Staubniederschläge aus der Sahara. b) fluvialer Transport, Suspensionsfracht. |
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