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Magnesium

 
     
  Metall der Erdalkaligruppe, chemisches Symbol Mg, Anteil an der Erdkruste 1,95%, mittlere Gehalte in Böden zwischen 0,05% (sandige Substrate) und 0,5% (tonige Substrate). Am häufigsten ist Magnesium in den Silicaten verbreitet; zu den wichtigsten Vertretern gehören die leicht verwitterbaren Amphibole, Olivine, Pyroxene und Glimmer sowie die Tonminerale Chlorit und Vermiculit. Magnesium kann in alkalischen Böden als Bestandteil von Dolomit, Magnesit und Calcit auftreten. In küstennahen Gebieten kommt es durch Aerosole zu Mg-Einträgen. Eine erhebliche Bedeutung hat Mg für den Pflanzenstoffwechsel als Bestandteil des Chlorophylls und als Aktivator für eine Reihe von Enzym-Reaktionen. Die Mg-Aufnahme durch die Pflanze ist abhängig vom Mg-Gehalt der Bodenlösung und vom an den Austauschern adsorbierten Magnesium. Böden mit hohen Schluffund Tonanteilen weisen die höchste Mg-Sättigung auf. Insbesondere auf sandigen Böden und stark versauerten Waldböden kommt es aufgrund von Auswaschung zu Mg-Mangelerscheinungen, die in Form von chlorotischen und nekrotischen Symptomen an Blatträndern und -adern auftreten. Weiterhin kann die Mg-Aufnahme von Pflanzen durch antagonistische Wirkungen von K-, NH4- und Ca-Ionen bei Ackerböden und durch Al- und Mn-Ionen bei Waldböden blockiert werden. Eine Kennzahl für die Mg-Verfügbarkeit ist das Ca/Mg-Verhältnis in der Bodenlösung, das für eine optimale Versorgung <7 sein sollte. Die Bestimmung des pflanzenverfügbaren Magnesiums erfolgt entweder durch Extraktion des Bodens mit einer CaCl2-Lösung oder durch Blattanalysen.


Anzustreben sind für Ackerböden Gehalte von 50 mg/kg Magnesium (CaCl2) und 0,2% Magnesium in der Trockensubstanz von Pflanzen. Zur Gewährleistung der Mg-Versorgung wird auf landwirtschaftlich genutzten Böden eine Düngung mit Mg-Salzen oder Mg-haltigen NPK-Düngern durchgeführt, bei sauren Waldböden erfolgt eine Kompensationskalkung mit Dolomit.
 
 

 

 

 
 
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