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Produktion

 
     
  in der Ökologie der Gewinn an energiereicher organischer Substanz (Biomasse) aus energiearmen, anorganischen Grundstoffen. Die Produktion kann bezogen werden auf Gruppen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) und einzelne Organismenarten oder Populationen, aber auch auf ganze Ökosysteme oder die Biosphäre insgesamt (Tab.). Die Erfassung der Produktion ist nur sinnvoll in bezug auf eine Flächen- oder Raumeinheit während eines bestimmten Zeitabschnitts (meist wird das Jahr als Bezugsgrösse gewählt). Eine mögliche Angabe ist somit beispielsweise -2
gma-1. Die Produktion ist in tropischen Waldökosystemen und Riffen am grössten, auch amphibische Bereiche wie Sümpfe und Flussmündungsgebiete können eine sehr hohe Produktion erreichen sowie intensiv bewirtschaftetes Kulturland. Weniger produktiv sind Savannen und Steppen. Am geringsten ist die Produktion in Tundren, Wüsten und offenen Ozeanen (Tab.). Im Verlauf der Nahrungskette ist die Produktion die Stoff- oder Energiemenge, die nach Abzug von Nahrungsabfällen, Exkrementen,


Exkreten und Respiration übrigbleibt. Zu unterscheiden ist die Primärproduktion von der Sekundärproduktion auf höheren trophischen Ebenen, weiterhin die Bruttoproduktion (vor Verlusten durch Respiration) von der Nettoproduktion (nach Abzug der Respiration, Nettoprimärproduktion). Es gibt verschiedene Methoden zu Bestimmung der Produktion. Die traditionelle ist die Erntemethode, bei der zu verschiedenen Zeitpunkten die (pflanzliche) Biomasse abgeerntet wird, wobei sich aus der Differenz der geernteten Biomasse die Produktion ergibt. Durch die Messung des CO2-Gaswechsels in Vegetationsbeständen lässt sich die Produktion zeitlich hoch aufgelöst (z.B. im Tagesverlauf) bestimmen. Eine sehr genaue, aber nur für Einzelpflanzen oder Mikrokosmen durchführbare Messung ist mit Kohlenstoffisotopen als Tracer durchführbar. Vom Ausmass und Form der Primärproduktion abhängig sind die sekundären Produktionen, die Biomassenanteile von Konsumenten und Destruenten, sowie der Bestand an toter organischer Substanz. Die Konsumenten nutzen nur einen kleinen Anteil ihres Nahrungssubstrates und bei jedem Übergang von einer Trophiestufe (Trophie) zur nächsten innerhalb der Nahrungspyramide treten Stoff- und Energieverluste auf. Die Destruenten in warmen Klimaten zersetzen einen Grossteil des Bestandabfalls. Unter kälteren und feuchteren klimatischen Bedingungen reichert sich aber tote organische Substanz an. In tropischen Regenwäldern liegt der Anteil von Streu und Humus im Vergleich zur lebenden Phytomasse bei 10-20 %, während er in borealen Nadelwäldern bis zu 70 % beträgt. Die Produktion und Anreicherung von toter organischer Substanz ist von grosser Bedeutung für die Entstehung fossiler Brennstoffe (Biomassenproduktion).

ProduktionProduktion (Tab.): Fläche, Nettoprimärproduktivität und gesamte Nettoprimärproduktion (in Trockengewichten) der Biosphäre, Kontinente, Ozeane, Formations- und Ökosystemtypen.ologie der Gewinn an energiereicher organischer Substanz (Biomasse) aus energiearmen, anorganischen Grundstoffen. Die Produktion kann bezogen werden auf Gruppen (Pflanzen, Tiere, Mikroorganismen) und einzelne Organismenarten oder Populationen, aber auch auf ganze Ökosysteme oder die Biosphäre insgesamt (Tab.). Die Erfassung der Produktion ist nur sinnvoll in bezug auf eine Flächen- oder Raumeinheit während eines bestimmten Zeitabschnitts (meist wird das Jahr als Bezugsgrösse gewählt). Eine mögliche Angabe ist somit beispielsweise -2
gma-1. Die Produktion ist in tropischen Waldökosystemen und Riffen am grössten, auch amphibische Bereiche wie Sümpfe und Flussmündungsgebiete können eine sehr hohe Produktion erreichen sowie intensiv bewirtschaftetes Kulturland. Weniger produktiv sind Savannen und Steppen. Am geringsten ist die Produktion in Tundren, Wüsten und offenen Ozeanen (Tab.). Im Verlauf der Nahrungskette ist die Produktion die Stoff- oder Energiemenge, die nach Abzug von Nahrungsabfällen, Exkrementen,


Exkreten und Respiration übrigbleibt. Zu unterscheiden ist die Primärproduktion von der Sekundärproduktion auf höheren trophischen Ebenen, weiterhin die Bruttoproduktion (vor Verlusten durch Respiration) von der Nettoproduktion (nach Abzug der Respiration, Nettoprimärproduktion). Es gibt verschiedene Methoden zu Bestimmung der Produktion. Die traditionelle ist die Erntemethode, bei der zu verschiedenen Zeitpunkten die (pflanzliche) Biomasse abgeerntet wird, wobei sich aus der Differenz der geernteten Biomasse die Produktion ergibt. Durch die Messung des CO2-Gaswechsels in Vegetationsbeständen lässt sich die Produktion zeitlich hoch aufgelöst (z.B. im Tagesverlauf) bestimmen. Eine sehr genaue, aber nur für Einzelpflanzen oder Mikrokosmen durchführbare Messung ist mit Kohlenstoffisotopen als Tracer durchführbar. Vom Ausmass und Form der Primärproduktion abhängig sind die sekundären Produktionen, die Biomassenanteile von Konsumenten und Destruenten, sowie der Bestand an toter organischer Substanz. Die Konsumenten nutzen nur einen kleinen Anteil ihres Nahrungssubstrates und bei jedem Übergang von einer Trophiestufe (Trophie) zur nächsten innerhalb der Nahrungspyramide treten Stoff- und Energieverluste auf. Die Destruenten in warmen Klimaten zersetzen einen Grossteil des Bestandabfalls. Unter kälteren und feuchteren klimatischen Bedingungen reichert sich aber tote organische Substanz an. In tropischen Regenwäldern liegt der Anteil von Streu und Humus im Vergleich zur lebenden Phytomasse bei 10-20 %, während er in borealen Nadelwäldern bis zu 70 % beträgt. Die Produktion und Anreicherung von toter organischer Substanz ist von grosser Bedeutung für die Entstehung fossiler Brennstoffe (Biomassenproduktion).

ProduktionProduktion (Tab.): Fläche, Nettoprimärproduktivität und gesamte Nettoprimärproduktion (in Trockengewichten) der Biosphäre, Kontinente, Ozeane, Formations- und Ökosystemtypen.
 
 

 

 

 
 
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