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Dellentälchen

 
     
  flache, muldenförmige Tälchen oder Talanfänge, mit gleichsinnigem Gefälle und ohne dauerhaftes Fliessgewässer, deren Hänge in sanften Rundungen ineinander übergehen. Sie sind ein Indiz für ehemalige periglaziale Bedingungen und weisen häufig eine periglaziale Asymmetrie auf (Abb.). Dellentälchen entstehen durch episodischen oder periodischen Gerinneabfluss in den kaltzeitlichen Sommermonaten, wenn aus der abtauenden Schneedecke und den oberflächlich aufgetauten Dauerfrostböden (Permafrost) Wasser austritt, sich in den tieferen Geländebereichen sammelt und abfliesst. Die sanfte Rundung dieser Dellentälchen ist auf Lössüberwehung (Löss) zurückzuführen bzw. auf die Überformung durch Gelifluktion und Solifluktion. Die Genese stellt sich damit als Ergebnis aus dem Zusammenspiel fluvialer, abluativer (Abluation) und solifluidaler Formungsprozesse dar.

DellentälchenDellentälchen: asymmetrisches Dellentälchen auf Westspitzbergen mit Schneefleck (1), Auftauboden (2), derzeit noch gefrorener Bereich des Auftaubodens (3) und Permafrost (4).
 
 

 

 

 
 
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