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Solifluktion

 
     
  Form der Denudation; langsame hangabwärts gerichtete Bewegung von wassergesättigtem, ungefrorenem Bodenmaterial, Sediment oder Solifluktionsschutt. Normalerweise ist dabei eine kontinuierliche Geschwindigkeitszunahme zur Geländeoberfläche hin zu verzeichnen. In der Definition wird ein gefrorener Untergrund nicht vorausgesetzt, der Begriff wird jedoch zumeist im Zusammenhang mit Massenbewegungen in Permafrostgebieten verwendet. Zur Abgrenzung dieser periglazialen Solifluktion von anderen Solifluktionsprozessen wurde für erstere der Begriff Gelifluktion bzw. Gelisolifluktion eingeführt. Man unterscheidet gebundene (unter Vegetationsbedeckung) und ungebundene (freie) Solifluktion. Ein weiterer wichtiger Prozess ist die Abspülsolifluktion. Ausserdem unterscheidet man die tiefgründige Makrosolifluktion von der flachgründigen Mikrosolifluktion. Letztere beruht auf der kurzfristigen Bildung von Kammeis, daher spricht man auch von Tageszeitensolifluktion. Früher wurde der Begriff Mikrosolifluktion als Synonym für Kryoturbation verwendet. Bodenfliessen, Erdfliessen.  
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Orokline Grundwassermächtigkeit leichtflüchtige Bestandteile

 

 
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