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Carlé

 
     
  Walter, deutscher Geologe, * 23.6.1912 in Stuttgart, † 12.9.1996 in Stuttgart; 1930 Studium der Botanik und Geologie in Stuttgart, 1932 Wechsel an die Universität Kiel, im gleichen Jahr nach Berlin zu Hans Stille; Promotion über die saxonische Tektonik des Harzes; 1936-37 wissenschaftlicher Assistent am geologischen Staatsinstitut Hamburg unter R. Brinkmann; 1938-40 Tätigkeit für ein deutsch-spanisches Bergwerkunternehmen in Galizien (Spanien); 1940-41 wissenschaftlicher Angestellter der Reichsstelle für Bodenforschung; ab 1946 entstand im Rahmen seiner Arbeit an der Geologischen Abteilung des Württembergischen Statistischen Landesamts die "Geotektonische Übersichtskarte der Südwestdeutschen Grossscholle 1:1.000.000", die 1950 als Probedruck vorgestellt wurde, daneben arbeitete er auf dem Gebiet der Kartierung, Hydrogeologie, Balneologie und der Geschichte der württembergischen Salinen und fertigte zahlreiche Gutachten zur Wassererschliessung, Abgrenzung von Wasserschutzgebieten, Erschliessung von Rohstoffen und Deponierung von Müll an; 1949 Lehrbeauftragter der Technischen Hochschule Stuttgart mit Vorlesungen über Tektonik, Regionale Geologie und Hydrogeologie der Mineral- und Thermalwässer; 1953 Privatdozent; 1954 Landesgeologe am 1952 neu gegründeten Geologischen Landesamt von Baden-Württemberg; 1955 Habilitation mit dem Thema "Bau und Entwicklung der Süddeutschen Grossscholle"; 1959 Oberlandesgeologe; 1960 Professor an der TH Stuttgart; 1970 Regierungsdirektor und 1974 Oberregierungsdirektor, von 1970 bis zu seinem Ausscheiden 1975 Leiter der Zweigstelle Stuttgart des Geologischen Landesamts; seit den fünfziger Jahren galt sein Interesse immer mehr der Hydrogeologie und Balneologie, er setzte sich dafür ein, dass in die "Hydrogeologische Karte der Bundesrepublik Deutschland 1:500.000" die Mineralwässer aufgenommen wurden und war selbst direkt am Entstehen von fünf Blättern dieser Karte beteiligt; 1975 erschien sein Nachschlagewerk "Die Mineral- und Thermalwässer von Mitteleuropa. Geologie, Chemismus und Genese"; weiteres Schwerpunktthema v.a. der letzten seiner insgesamt 261 veröffentlichten Arbeiten ist die Geschichte der Geologie (z.B. "Werner-Beyrich-von-Koenen-Stille. Ein geistiger Stammbaum wegweisender Geologen.").  
 

 

 

 
 
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