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Bodenwasserhaushalt

 
     
  Wasserhaushalt bezogen auf ein definiertes Bodenvolumen. Er besteht aus der Summe aller herein- und herausgehenden Wasserflüsse sowie der Änderungen des Wasservorrats im Boden als Funktion der Zeit. Die allgemeine Form der Wasserhaushaltsgleichung ist:


I+A = E+V+SR. Die Komponenten des Bodenwasserhaushalts bei eindimensional-vertikaler Betrachtung sind die Flüsse über den oberen (I = Infiltration und E =Evaporation) und unteren (V =Versickerung und A = kapillarer Aufstieg) Rand, die Quellen- und Senkenterme (z.B. S = Wurzelwasseraufnahme) sowie die Wasservorratsänderung= ΔR. Je nach Definition des Systems und Festlegung der Ränder des betrachteten Bodenvolumens können weitere Komponenten hinzukommen, wie z.B. laterale Flüsse, Oberflächenabfluss, Drainage und Entwässerung. Der Wasserhaushalt des Bodens wird mit Wasserhaushaltsmodellen meist auf der Basis der Richards-Gleichung beschrieben. Steuerungsgrössen des Bodenwasserhaushalts sind meterologische Faktoren und die Bewirtschaftung. Speicher- und Leitfähigkeitseigenschaften sind abhängig von Textur und Gefüge des Bodens. Der Senkenterm beschreibt die Wasseraufnahme durch Pflanzenwurzeln meist in Abhängigkeit von der Durchwurzelungstiefe und -intensität, der potentiellen Transpiration und einer pflanzenspezifischen Beziehung zur Reduktion der potentiellen auf die aktuelle Transpiration bei limitierenden oder zu hohen Wassergehalten im Boden.
 
 

 

 

 
 
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Weitere Begriffe : Zahnschwelle Einbettungsmethode Grauer Wüstenboden

 

 
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