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1) Biologie: die physiologisch gesteuerte Wasseraufnahme und -abgabe bei allen Organismen. 2) Geoökologie: Teil des Naturhaushaltes, der die Erscheinungen, Zustände und Prozesse des Wassers umfasst. Der Erkenntnisgewinn zum Wasserhaushalt bezieht sich vor allem auf die mengenmässige Betrachtung des Wassers in verschiedenen Zuständen und Räumen (Geosphäre, Biosphäre) sowie auf das Zusammenwirken und die Übergänge zwischen den Komponenten des Wasserhaushalts mit unterschiedlicher räumlicher und zeitlicher Auflösung. Der Wasserhaushalt wird durch das Zusammenwirken der einzelnen Wasserhaushaltsgrössen (Wasserkreislauf) und deren Beträge (Wasserbilanz) beschrieben und wesentlich vom Energiehaushalt beeinflusst. Mit dem Wasserhaushalt ist wiederum der Stoffhaushalt eng verbunden (Abb.). Hauptkomponenten (Elemente) des Wasserhaushalts sind nach der Allgemeinen Wasserhaushaltsgleichung: Niederschlag, Verdunstung, Abfluss und Speicheränderung. Wichtige Spezifikationen des Wasserhaushalts sind: a) Landschaftswasserhaushalt: betrachtet den Wasserhaushalt in einem grösseren räumlichen und hinsichtlich der Richtungen der Wasserflüsse komplexen Rahmen (Landschaften, grössere Einzugsgebiete), b) Bodenwasserhaushalt und c) Standortswasserhaushalt: bezieht sich überwiegend auf kleinere räumliche Kompartimente (z.B. Feld, Hang, Lysimeter, Bodenprofil) und kann dabei teilweise sehr enge zeitliche Auflösungen berücksichtigen.
Wasserhaushalt: Verbindung von Energie-, Wasser- und Stoffhaushalt sowie von Stoffkreislauf und -bilanzen. |
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