Lexikon Geologie Geografie Geowissenschaften  
Suche :        
   A   B   C   D   E   F   G   H   I   J   K   L   M   N   O   P   Q   R   S   T   U   V   W   X   Y   Z   #   

 

 
 

Beregnung

 
     
  Einsatz von künstlichem Regen (Bewässerung) bei Wassermangel, sowohl in humiden Klimaten zur ergänzenden Wasserversorgung, als auch in Trockengebieten, in Phasen längerer Trockenheit oder auf Böden mit geringer Wasserspeicherkapazität, insbesondere bei Pflanzen mit hohem Wasserverbrauch. Kunstregen hat i.d.R. im Gegensatz zu natürlichem Regen grössere Wassertropfen und wird in kurzer Zeit in grösseren Mengen gegeben, was zu Bodenstrukturschäden führen kann.


Das Grundprinzip der Bewässerungsverfahren ist eine unter Druck erfolgende Wasserverteilung über Regner. Die wichtigsten Bestandteile einer Beregnungsanlage sind Einrichtungen zur Erzeugung des erforderlichen Druckes (Hochbehälter, höhergelegene Rückhaltebecken und Talsperren), Rohrleitungssysteme, die ortsfest oder transportabel sein können, sowie die eigentlichen Regner. Es werden ortsfeste, teilortsfeste und voll bewegliche Anlagen unterschieden, wobei die Wasserverteilung bei letzteren über Schnellkupplungsrohre mit einer Normlänge von 6 m aus Aluminium oder Kunststoff erfolgt, die unmittelbar an eine Pumpe oder den Hydranten angeschlossen werden können. Die Aufstellung der Regner erfolgt im Quadrat-, Rechteck- oder Dreiecksverband. Daneben gibt es auch voll bewegliche Systeme, bei denen die Regnerleitungen rollbar oder fahrbar sind. Im ersteren Fall bildet die Regnerleitungen die Achse eines Fahrgestells, im zweiten Fall dreht sich die Anlage mit eigenem Antrieb entweder um einen zentralen Punkt oder wird längs bewegt. Bei der Beregnungsmaschine wird ein Schlitten oder Wagen über die Beregnungsfläche bewegt, auf dem einzelne oder mehrere Regner montiert sind. Der am meisten verbreitete Regner ist der Drehstrahlregler, bei dem das Wasser aus einer oder mehreren, um die Regnerachsen verteilten, Düsen abgegeben wird. Je nach Beregnungsintensität wird zwischen Starkberegnung (über 20 mm pro Stunde), Mittelstarkberegnung (7-20 mm pro Stunde) und Schwachberegnung (unter 7 mm pro Stunde) unterschieden.


Beregnungsanlagen werden auch eingesetzt, um das Bestandsklima positiv zu beeinflussen z.B. kann mittels Sprühnebelbewässerung bei hohen Temperaturen und geringer Luftfeuchte das Kleinklima verbessert werden. Bei der Frostschutzberegnung wird die Pflanze geschützt, durch die bei der Umwandlung von Wasser in Eis freiwerdende Erstarrungswärme (Agrarmeteorologie).
 
 

 

 

 
 
Ein Bookmark auf diese Seite setzen:
 
 

 

 

 
 
<< vorheriger Begriff
 
nächster Begriff >>
Berührungszwilling
 
Berek
 
     

Weitere Begriffe : Paramo Panorama Mantelkeil

 

 
Startseite GeoDZ
Copyright © 2010 GeoDZ.com. All rights reserved.  Nutzungsbedingungen  |  Datenschutzbestimmungen  |  Impressum