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arsenidische Bismut-Kobalt-Nickel-Formation

 
     
  Bezeichnung für eine Gruppe der wichtigsten Silberlagerstätten der Welt. Es handelt sich um Erzgänge, die tektonisch vorgegebene Spaltensysteme ausfüllen und durch eine komplexe mineralogische Zusammensetzung charakterisiert sind. Als Gangarten dominieren Carbonate, die z.T. reich an Mangan sind (Rhodochrosit). Dazu gesellen sich Arsenide und Sulfarsenide von Fe, Co, Ni sowie Bismut und Antimon-führende Minerale. Silber liegt meist in gediegener Form oder als Silber-Quecksilber- oder Silber-Antimon-Verbindung (z.B. Dyscrasit, Ag3Sb) vor. Lagerstätten dieses Typs haben ganz wesentlich zum Erfolg des Bergbaus im Erzgebirge (Schneeberg und Aue) und im Harz (St. Andreasberg) beigetragen; die historisch bedeutsamen Vorkommen von Kongsberg (Norwegen) sind hier ebenso zuzuordnen wie die grossen, noch heute in Abbau stehenden Lagerstätten von Kobalt (Ontario, Kanada), die in den ersten 40 Jahren nach ihrer Entdeckung (1903) mehr als 20.000 t Silber produzierten. Auch im Gebiet des Great Bear Lake (Nordwest-Territorien, Kanada) kommen Erze der Bismut-Kobalt-Nickel-Formation vor. In manchen Lagerstätten (Jachymov und Aue im Erzgebirge,


Great Bear Lake in Kanada) tritt Uranpecherz (Uraninit, UO2) als wichtigstes Erzmineral hinzu. Aue war zur DDR-Zeit Uranproduzent für die Sowjetunion; dort entstanden Umweltschäden in der Grössenordnung von Milliarden Mark.
 
 

 

 

 
 
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