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Wellenablaufmodell

 
     
  hydrologisches Modell zur Beschreibung des Ablaufes von Hochwasserwellen in einer Flussstrecke. Grundlage sind die Saint-Venant-Gleichungen. Da diese in geschlossener Form nicht integrierbar sind, werden zu ihrer Lösung numerische Methoden, d.h. explizite oder implizite Charakteristiken- oder Differenzenverfahren eingesetzt. Der Rechenaufwand ist dabei erheblich. Diese Modelle werden bei Flüssen und Kanälen mit bedeutenden Rückstaueffekten eingesetzt. Die Vernachlässigung der Trägheitsglieder in den Saint-Venant-Gleichungen führt zu dem Diffusionswellenansatz (Diffusionswelle), die Vernachlässigung der Trägheitsglieder und des Druckgliedes zum kinematischen Wellenansatz (kinematische Welle). Diese Modelle werden für Stofftransportuntersuchungen und zur Untersuchung von Auswirkungen von anthropogenen Eingriffen in das Flusssystem eingebracht.


Viele in der Praxis angewandte Verfahren stützen sich allein auf die Kontinuitätsgleichung (hydrologische Wellenablaufmodelle). Eine Gruppe dieser Verfahren beruht auf dem Konzept des Linearspeichers mit Berücksichtigung des linearen Translationsgliedes oder der Speicherkaskade (Kalinin-Miljukov-Verfahren). Eine Gruppe, zu der das Muskingum-Verfahren gehört, betrachtet einfach die Wasserbilanz in einem Flussabschnitt. Letztere Verfahren sind einfach zu handhaben und werden für operationelle Vorhersagen und für Flussläufe ohne Rückstaueffekte eingesetzt. Vielfach sind sie auch Teile von komplexen Flussgebietsmodellen.
 
 

 

 

 
 
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