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Titanomaghemite

 
     
  aus Titanomagnetiten entstehen durch eine langsame Oxidation bei niedrigen Temperaturen ( < 200ºC) die Titanomaghemite. Dabei werden in zunehmendem Masse Fe2+-Ionen durch Fe3+-Ionen ersetzt, ohne dass dabei die kubisch flächenzentrierte Gitterstruktur der Titanomagnetite aufgegeben wird (Abb.). Die Gitterkonstante a0 wird bei diesem Prozess der Tieftemperatur-Oxidation leicht verringert, während die Curie-Temperatur etwas erhöht wird. Die Minerale gehen bei der Substitution der Fe2+- durch Fe3+-Ionen in einen zunehmend metastabilen Zustand über, der durch kleine Temperatur- oder Druckvariationen zu einem Zerfall der Titanomaghemite in Hämatit (Fe2O3) plus Rutil (TiO2) unter Bildung von Entmischungslamellen führt. Dabei wird die ursprünglich vorhandene thermoremanente Magnetisierung (TRM) der Titanomagnetite zerstört und es bildet sich eine sekundäre, von Hämatit getragene chemische remanente Magnetisierung (CRM). Die Maghemitisierung macht Gesteine für paläomagnetische Untersuchungen vielfach unbrauchbar.

TitanomaghemiteTitanomaghemite: Titanomagnetite, Hämo-Ilmenite und Feld der Titanomaghemite (schraffiert) im ternären System der Fe-Ti-Oxide.
 
 

 

 

 
 
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