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Titanomagnetit

 
     
  kubisches Mineral (inverse Spinelle) der Mischreihe Magnetit (Fe3O4) -Ulvöspinell (Fe2TiO4) und kann durch die Mischformel:


xFe2TiO4·(1-x)Fe3O4


beschrieben werden. Oberhalb etwa 600ºC ist eine vollständige Mischung der beiden Komponenten möglich, bei tieferen Temperaturen bilden sich Entmischungslamellen von Ulvöspinell und Magnetit aus. Längs der Mischreihe variieren die Curie-Temperatur TC, die Sättigungsmagnetisierung MS und die Gitterkonstante a0 von den Werten TC=578ºC, MS=480·103 A/m und a0=0,8395 nm bei Magnetit bis zu den Werten TC=-200ºC, MS =0 A/m und a0=0,8533 nm beim Ulvöspinell in fast linearer Weise. Der am häufigsten vorkommende Titanomagnetit hat einen Ulvöspinellgehalt von 60% und wird in der Literatur als TM60 bezeichnet. TM60 besitzt eine Curie-Temperatur TC ≈ 200ºC, eine Sättigungsmagnetisierung MS ≈ 100·103 A/m und eine Gitterkonstante a0=0,8475 nm. Die wie bei Magnetit von der Korngrösse abhängige spezifische Suszeptibilität χspez des TM60 hat Werte im Bereich von 105-106·10-8 m3/kg und liegt etwa eine Grössenordnung unter denen für Magnetit. Die Titanomagnetite und auch viele andere natürliche Ferrite lassen sich dem ternären System der Fe-Ti-Oxide mit den Endgliedern Wüstit (FeO), Rutil (TiO2) und Hämatit (Fe2O3) zuordnen.


Titanomaghemit.
 
 

 

 

 
 
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