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Thermaldetektor

 
     
  Detektor, der im Spektralbereich des thermischen Infrarot emittierte Strahlung misst. Die Detektivität als Gütezahl des Detektormaterials ist eine Funktion der Bandbreite (Frequenzbereich), der Detektorfläche und der rauschäquivalenten Strahlungsleistung (NEP, noise-equivalent power) sowie der Wellenlänge und der Temperatur des Detektormaterials. Blei-Selen-Detektoren, Germanium-Quecksilber-Detektoren oder Germanium-Kupfer-Detektoren sind bei Kühlung auf die Temperatur des flüssigen Stickstoffs und darunter, d.h. gleich oder tiefer –196ºC, je nach Material bis zu Wellenlängen von 8 μm und bis zu 30 μm sensibel. Damit ist es möglich, die gemäss dem Wiensches Verschiebungsgesetz in Wellenlängenbereichen von 10 μm maximale Temperaturstrahlung der Erdoberfläche zu messen und aufzuzeichnen. Die radiometrische Auflösung des Thermaldetektors wird als rauschäquivalente Temperaturänderung NEΔT angegeben, d.h. als kleinste messbare Temperaturänderung der Geländeoberfläche. Die NEΔT von Thermaldetektoren in Flugzeugscannern beträgt in Abhängigkeit von der Scan-Frequenz um 0,2ºC bis 0,4ºC. Die Quecksilber-Cadmium-Tellur-Detektoren im Spektralkanal 6 des Thematic Mapper (TM) auf Landsat-4 und 5 weisen eine NEΔT von 0,5ºC auf.  
 

 

 

 
 
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