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Pyrolusit

 
     
  [von griech. pyr=Feuer und louo=waschen, da dadurch eisenhaltige Gläser im Feuer entfärbt werden], Calvonigrit, Graubraunstein, Mineral mit der chemischen Formel β-MnO2 und ditetraedrisch-dipyramidaler Kristallform; Strich: schwarz (abfärbend); Härte nach Mohs: 2-6,5 (spröd); Dichte: 4,7-5,0 g/cm3; grauweisse bis stahlgraue, prismatische bis nadelige, z.T. durch Pseudomorphosen-Bildung nach Manganit rissige Kristalle; radialstrahlige Aggregate, Kristall-Krusten; feinkörnige bis dichte, z.T. röntgenamorphe, eisengraue bis schwarze Massen mit nierig-traubigen, z.T. glaskopfartigen Oberflächen (Schwarzer Glaskopf), als »Wad« pulverig und erdig und schwarz abfärbend. Pyrolusit entsteht unter oxidierenden Bedingungen in Oxidationszonen manganhaltiger Erzgänge, z.B. Ilfeld (Harz) und Ilmenau (Thüringen). Daneben kommt er in Karst-Hohlräumen in Kalken, z.B. bei Bingerbrück und Giessen, vor und als Hauptbestandteil in marinen Manganerz-Lagerstätten, z.B. Nikopol (Ukraine) und Tschiaturi (Georgien); weiterhin in Lateriten über manganreichen Gesteinen, z.B. abbauwürdig in Nsuta (Ghana), Mokta (Elfenbeinküste) und Amapa (Brasilien). Pyrolusit ist Hauptbestandteil der Manganknollen. Erdiger Pyrolusit ist ein wichtiger Bestandteil der Weichmanganerze des Bergbaus, die 30-35 Gew.-% Mn enthalten. Die Verwendung von Pyrolusit zu metallurgischen Zwecken, als Pigment in der Keramik (Manganschwarz-Technik) und in Glashütten ist altüberliefert. Mangan, Manganminerale.  
 

 

 

 
 
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