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Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel, beinhaltet die Gruppe der Pflanzenschutzmittel (PSM) und Pestizide, Insektizide, Herbizide. PBSM sind meist organische Verbindungen, die in Mengen von wenigen g/ha bis über 100 kg/ha auf Pflanzen und Boden aufgebracht werden. Die verwendeten chemischen Stoffgruppen sind hierbei recht vielfältig; sie reichen bei den organischen Verbindungen von den chlorierten Kohlenwasserstoffen über Harnstoffderivate und Organophosphorverbindungen bis zu den Stickstoffheterocyclen. Aufgrund dieser Stoffvielfalt ist die Beschreibung der Gefährdung von Grund- und Oberflächenwasser durch PBSM u.a. auf die grundlegenden Eigenschaften dieser Chemikalien zurückzuführen. Wichtig für das Auftreten im Grundwasser ist vor allem der Anteil der Wirkstoffe, der auf und in den Boden gelangt. Bioverfügbar sind nur die PBSM-Anteile, die nicht an Bodenbestandteile gebunden sind. Der im Boden gebundene Anteil nimmt mit der Zeit zunächst zu; mit sinkender Konzentration in der Bodenlösung wird ein Teil jedoch vielfach wieder desorbiert. Grundwasserbelastungen durch PBSM werden hauptsächlich durch Atrazin und sein Abbauprodukt Desethylatrazin verursacht. Es folgen Simazin, Propazin und Terbutylazin. Weiterhin erwähnenswert ist Bromacil, welches bei der Gleisentkrautung eingesetzt wird. |
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