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Messwehr

 
     
  besondere Einrichtung zur Durchflussmessung an Fliessgewässern. Dabei handelt es sich um Überfallwehre, deren Durchfluss nicht vom Unterwasser beeinflusst wird. Sie bestehen aus einer Messrinne (Messkanal), die durch eine meist dreieckige, scharfkantige, nach unten V-förmig ausgeschnittene Stahlplatte (Dreiecksmesswehr, Thomson-Überfallwehr) abgeschlossen wird. Die scharfkantige Krone ist so geformt, dass das darüberfliessende Wasser nur den oberstromigen Rand der Krone berührt und so einen gut belüfteten Überfallstrahl erzeugt. Der Wasserstand wird in der Messrinne wegen der geforderten hohen Genauigkeit meist mit Stechpegeln gemessen. Da im Labor durchgeführte Kalibrierungen der Wehrplatten in der Natur häufig ihre Gültigkeit verlieren, sind die meisten Messwehre zusätzlich mit einem verschliessbaren Messbecken ausgestattet. Bei Füllung wird durch Volumen- und Zeitmessung die Bestimmung der Durchflüsse und damit die Aufstellung der Durchflusskurven ermöglicht. Messwehre werden v.a. an Mittelgebirgsbächen mit geringer Wasserführung angewandt. Ein ökologischer Nachteil der Messwehre besteht darin, dass sie die Durchgängigkeit des Fliessgewässers für Fische und andere Organismen stören.  
 

 

 

 
 
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