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Impakt

 
     
  1) Geologie: Einschlag eines grossen Meteoriten oder eines anderen kosmischen Körpers auf einem Planeten oder Mond (Abb.). Die hohe kinetische Energie des im Mittel mit 25 km/s aufprallenden Körpers wird augenblicklich in Druck und Wärme umgewandelt: Schockwellen mit kurzfristig extrem hohen Drucken (bis >100 GPa) komprimieren die Gesteine beim Einschlag und zertrümmern sie bei der anschliessenden Druckentlastung. Dabei werden Höchstdruck-Minerale sowie charakteristische Mineral- und Gesteinsgefüge erzeugt. Gleichzeitig kommt es bei Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius zur Aufschmelzung von Gesteinen und zur Bildung von Gesteinsgläsern; wahrscheinlich sind auch die Tektite so entstanden. Der einschlagende kosmische Körper wird dabei ebenfalls schmelzen oder sogar verdampfen. Sowohl beim Einschlag als auch bei der nachfolgenden Druckentlastung werden grosse Massen von Gesteinstrümmern ausgeschleudert. Dadurch entsteht ein Impaktkrater (Astroblem, Meteorkrater). Die Auswurfmassen fallen z.T. in den Krater zurück. Sie können überdies einen Wall um den Kraterrand bilden und bedecken auch die Umgebung des Kraters. Lokal sind sie zu Impaktbrekzien verfestigt. Im Untergrund von Impaktkratern sind die Gesteine stark zerrüttet, bei grossen Kratern kilometertief.


Impaktkrater sind auf dem Mond und auf dem Mars in sehr grosser Zahl und mit Durchmessern bis 1000 km bekannt. Auf der Erde sind nur geologisch sehr junge Impaktkrater gut erhalten. Die älteren wurden später meist durch Verwitterung und Erosion zerstört oder mit Sedimenten verfüllt. Dennoch sind mehr als 120 irdische Impaktkrater nachgewiesen, zwei davon sogar mit Durchmessern von 180 km. Besonders gut erforscht sind der 1,2 km grosse Meteor Crater in Arizona und das 24 km messende Nördlinger Ries in Bayern.


2) Klimatologie: Einwirkung des Klimas und seiner Variationen auf die Biosphäre und Anthroposphäre einschliesslich ökonomischer und sozialer Folgen.

ImpaktImpakt: Vorgänge beim Einschlag eines grossen Meteoriten: a) Aufschlag des Meteoriten. b) Der Meteorit durchschlägt Sedimentschichten (schraffiert) und dringt in kristallines Grundgebirge (Kreuze) ein. Eine Stosswellenfront (schwarz) breitet sich aus, und der Auswurf von Gesteinstrümmern (Pfeile) beginnt. c) Meteorit und umgebendes Gestein sind maximal komprimiert und so hoch erhitzt, dass sie verdampfen. Gesteine ausserhalb des Impaktzentrums schmelzen oder erleiden Umwandlungen ihres Mineralbestands und Gefüges. d) Bei Druckentlastung wird verdampftes und zertrümmertes Gestein viele Kilometer hoch geschleudert. Durch Rückfedern und Ausgleichsbewegungen des umgebenden Gesteins erreicht der Impaktkrater seine Endform.
 
 

 

 

 
 
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