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Homogenität

 
     
  1) Allgemein: Einheitlichkeit, Gleichartigkeit, im Gegensatz zur Heterogenität. 2) Geophysik: gleiche oder identische Eigenschaften der Volumenelemente eines Körpers. 3) Landschaftsökologie: die Gleichmässigkeit der Ausstattung und Funktion eines Systems oder eines Lebensraums, d.h. einheitliche ökologische Verhaltensweise. Die Frage der Homogenität stellt sich entsprechend v.a. bei der, von der Theorie der geographischen Dimensionen geprägten Ausscheidung von naturräumlichen Einheiten in hierarchischen Stufen (naturräumliche Gliederung, naturräumliche Ordnung). Als homogen zu betrachten sind die Areale der topischen Dimension als landschaftsökologische Grundeinheiten mit einem zu bestimmenden Nutzungspotential (Nutzungseignung). Zur Bestimmung dieses ökologischen Potentials wird das Verhalten der einzelnen Geoökofaktoren mittels der komplexen Standortanalyse (KSA) in "Messgärten" (Tessera) an repräsentativen Standorten im Gelände erfasst. Im Sinne der Homogenitäts-Prämisse lassen sich diese punkthaften Messdaten dann auf den topischen Gebietsausschnitt extrapolieren. Von Bedeutung ist dabei, dass mit der KSA zumindest alle Haupt-Ökosystemtypen abgedeckt sind. Wie weit diese quantitative Kennzeichnung auch auf die aus einem Ökotopgefüge zusammengesetzten Einheiten der chorischen Dimension übertragbar sind, gehört zu den aktuellen Forschungsfragen in der Landschaftsökolgie. Dies belegt jedenfalls, dass Homogenität immer relativ zu verstehen ist und zu ihrer Bestimmung, jeweils gegenstands- und dimensionsspezifische Kriterien definiert werden müssen. Für die Planungsdisziplinen (Raumplanung, Landespflege) werden die beschriebenen Verfahren der landschaftsökologischen Raumgliederungen angewendet, um für die Festlegung von landespflegerischen Massnahmen von homogenen Arealen ausgehen zu können. In anderen Fällen wird mit den technischen Mitteln der Landeskultur bewusst die Herstellung von homogenen Bedingungen innerhalb eines Landschaftsausschnittes angestrebt, damit einheitliche Areale für eine effizientere Landnutzung bereit stehen.  
 

 

 

 
 
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