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Gips

 
     
  Fraueneis, Frauenglas, Gipsspat, Glinzerspat, Marieneis, Montmartrit, Sandrose, Selenit,
Spiegelstein, Wüstenrose, Mineral mit monoklin-prismatischer Kristallstruktur und der chemischen
Formel: Ca[SO4]·2H2O; Farbe: farblos, weiss, gelb, grau, braun, schwarz, seltener blau; Glas-, Seiden- oder Fettglanz; durchsichtig, durchscheinend oder undurchsichtig; Strich: weiss; Härte nach
Mohs: 1,5-2 (mild bis spröd, unelastisch biegsam); Dichte 2,2-2,4 g/cm3; Spaltbarkeit: sehr
vollkommen nach (010); Aggregate: säulige, tafelige (Abb. 1, nadelige Kristalle, vielfach Zwillinge
("Schwalbenschwanzzwilling", Abb. 2), ansonsten grobspätig bis feinkörnig, dicht, faserig (Fasergips);
vor dem Lötrohr Wasserverlust und nach Zersetzung schmilzt er zu weisser Emaille; in Wasser löslich,
in Salzsäure wenig löslich; Begleiter: Halit, Anhydrit, Aragonit, Schwefel, Pyrit; Vorkommen: als
Primärausscheidung in Evaporiten, bildet sich bei der Eindunstung von Meerwasser nach der
Carbonatausscheidung oder mit Tonmineralen oft in feinrhythmischer Wechsellagerung, aber auch im
Bereich von Fumarolen in kleinen Mengen aus basischen Laven entstehend; Fundorte: Harz, Krölpa bei Sallfeld (Österreich), Duchcov (Dux) in Böhmen und Presov (Preschau) in der Slowakei,
ansonsten weltweite Verbreitung.
GST


GipsGips 1: Gipskristall: tafeliger Habitus nach (010).

GipsGips 2: Gipskristall: "Schwalbenschwanzzwilling" mit (100) als Zwillingsebene.
 
 

 

 

 
 
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