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Eislinsenbildung

 
     
  nicht homogener Bodenfrost, geschichteter Bodenfrost, heterogener Bodenfrost, Frost-Erscheinungsform, die bei Böden mit Kapillarwirkung, also bei bindigen Böden auftritt. Es bilden sich Eiskristalle, die durch den kapillaren Nachschub begünstigt, Wasser anziehen. Das Wasser kann hierbei aus der Umgebung (geschlossenes System) oder von einem Wasservorrat (offenes System) angesaugt werden. Die Dicke der Eislinsen hängt vom Wassernachschub ab und schwankt zwischen einigen Millimetern und Dezimetern. Es entstehen so getrennte Schichten aus Boden und Eis. Der Frost dringt etwa parallel zur Geländeoberfläche in den Boden ein. Die dadurch gebildeten Eislinsen oder Eisbänder liegen parallel zu den Isothermen (Linien gleicher Temperatur), also ebenso parallel zur Erdoberfläche. Senkrecht dazu erfolgt eine Hebung des Bodens. Durch die Eislinsen wird der Wassergehalt des Bodens stark vergrössert. Tauen sie, wird der Boden aufgeweicht. Bei Bodenfrost muss also zwischen zwei Schadensursachen unterschieden werden: a) Hebungsschäden bei Frost. b) Senkungs- oder Rutschungsschäden als Folge der Erhöhung des Wassergehalts im Boden durch die getauten Eislinsen. Vor Eintritt der Frostperiode ist eine bewährte Sicherheitsmassnahme die Entwässerung des Bodens. SRo  
 

 

 

 
 
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