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Deutscher Wetterdienst

 
     
  DWD, 1952 in Bad Kissingen zusammengefasste regionale Wetterdienste, die dem Bundesminister für Verkehr unterstehen; 1957 Übersiedlung nach Offenbach. Der Deutsche Wetterdienst überwacht und erfasst das Wettergeschehen auf nationaler wie internationaler Ebene. Er stellt seine Wetterprognosen für Verkehr, Land- und Forstwirtschaft, Gewerbe, Bau- und Gesundheitswesen zur Verfügung und sichert die Seefahrt und den Luftverkehr. Er ist für die Überwachung der Luft auf radioaktive Beimengungen zuständig. Seit 1960 stellt der Deutsche Wetterdienst eine von fünf Nordhemisphärenzentralen, die meteorologische Daten sammeln und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf melden. Seit 1999 gliedert sich der leistungs- und kundenorientierte Dienst in fünf Geschäftsbereiche mit ihren Geschäftsfeldern/Abteilungen:


1) Basisdienste (Vorhersage, Entwicklung von Anwendungen, Datenservice); 2) Vorhersage- und Beratungsdienste (Luftfahrt, Seeschiffahrt (Hamburg), Vorhersagekunden, Medien, Klima- und Umweltberatung, Medizin-Meteorologie (Freiburg), Hydrometeorologie, Landwirtschaft); 3) Personal-und Betriebswirtschaft (Personal und Verwaltung (Bibliothek), Finanzen und Organisation); 4) technische Infrastruktur (Systeme und Betrieb, Messnetze und Daten, Service und Logistik, Koordinierung und Qualitätssicherung); 5) Forschung und Entwicklung (meteorologische Analyse und Modellierung, Klima und Umwelt, Koordination und Observatorien).


Die bisherigen Wetterämter und Ämter mit überregionalen Aufgaben sind als Regionalzentralen/Aussenstellen in Essen, Hamburg, Leipzig, Offenbach/Main, Potsdam, Stuttgart und München sowie als reine Aussenstellen Berlin, Bonn, Braunschweig, Dresden, Freiburg im Breisgau, Geisenheim, Halle, Hannover, Nürnberg, Rostock, Schleswig, Trier, Weihenstephan und Weimar in die neuen Geschäftsfelder integriert worden. Der Deutsche Wetterdienst unterhält (1997) 208 Messstationen (davon 42 vollautomatische), vier Bordwetterwarten, 618 Wettermeldestellen auf deutschen Schiffen, ein synoptisch-aerologisches Messnetz (acht Stationen), ein Strahlungsmessnetz (42 Stationen), ein Ozonmessnetz (fünf Stationen), ein Radioaktivitätsmessnetz (40 Stationen). Das nebenamtliche Messnetz umfasst 495 Klima- und 3591 Niederschlagsstationen. 2160 ehrenamtliche Beobachter betreuen das phänologische Netz. Die Ergebnisse werden entsprechend der Gebührenordnung in Form von Wettervorhersagen, Sturmwarnungen, allgemeinen Berichten, Auskünften und Gutachten zur Verfügung gestellt. Das Projekt "Messnetz 2000" soll die Datengewinnung bei gleichzeitiger Steigerung der Datenqualität modernisieren und rationalisieren. Publikationen: Wetterkarte, Europäischer Wetterbericht, Monatlicher Witterungsbericht, Deutsches Meteorologisches Jahrbuch, Berichte des DWD.
 
 

 

 

 
 
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