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Aristoteles

 
     
  griechischer Philosoph, * 384 v.Chr. in Stagira als Sohn des Arztes Nikomachos, † 322 v.Chr. bei Chalkis; neben Platon der bedeutendste Philosoph der Antike, lebte vorwiegend in Athen. Er war 20 Jahre als Schüler Platons in der athenischen Akademie, gründete 334 v.Chr. in Athen eine philosophische Schule. Aufbauend auf Platon gelingt Aristoteles von wenigen Grundbegriffen aus eine streng systematische Bewältigung des damaligen Wissens. Er gilt als Begründer von Zoologie und Physiologie, der Logik, insbesondere der Schlusslehre, der Psychologie, Poetik, Naturgeschichte und Metaphysik und ist Schöpfer der philosophischen Terminologie. Die Welt teilt sich für Aristoteles nicht in die sinnliche und geistige, wie bei Platon, sondern ist ein einziger Kosmos des Geistes und der Materie. In der Astronomiegeschichte ist Aristoteles u.a. deswegen von Bedeutung, weil er die Lehrmeinung seiner Zeit über das geozentrische Weltsystem in seine Philosophie übernahm. Er schloss aus der Überlegung, dass bei einer Reise nach Süden immer neue Sterne über dem südlichen Horizont auftauchen (bei einer Reise in Nordrichtung umgekehrt), auf die Kugelgestalt der Erde. Neben zahlreichen philosophischen Werken sind auch einige naturwissenschaftliche Schriften von ihm überliefert, darunter "Physik", "Von der Seele", "Vom Leben der Tiere", "Vom Himmelsgebäude" und "Die Meteorologie". Letzteres ist die älteste geschlossene Abhandlung über atmosphärische und hydrologische Fragen. Er deutet und erklärt darin weitgehend zutreffend die Verdunstung, die Kondensation mit abnehmender Temperatur, die Wolkenbildung sowie die Niederschläge Regen, Schnee, Tau und Reif. Nach ihm findet in der Erde eine fortlaufende Neubildung von Wasser statt und zwar dadurch, dass atmosphärische Luft in die Poren und Spalten der Erde eindringt, sich infolge der Abkühlung in Wassertropfen verwandelt, die sich dann sammeln und schliesslich in Form von Quellen und Flüssen an die Oberfläche treten. Da die Berge in näherer Verbindung mit der Luft sind als die tiefer liegenden Ebenen, treten hier die meisten Quellen auf. Meteores Wasser schliesst er in seine Betrachtungen ein, aber dessen Volumen ist ihm offenbar nicht genügend, um die ununterbrochen strömenden Flüsse zu erklären. Das Meer sieht er im wesentlichen als tiefliegendes Becken, in dem sich alles Wasser sammelt, welches durch die Flüsse aus höher gelegenen Gebieten zuströmt. Sein Salzgehalt stammt aus irdischen Stoffen, die über Verdunstung, Luftströmungen und Niederschläge in das Meer gelangen.

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