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Stadtkarten

 
     
  im engeren Sinne die städtischen Kartenwerke, im weiteren Sinne auch die thematischen Karten über die Stadt, sowohl auf gesetzlicher Grundlage als auch in freier Gestaltung,


z.B. Stadtpläne. Die städtischen Kartenwerke lassen sich nach dem Massstab unterteilen in Stadt-Grundkarten (1:500 bis 1:1000), topographische Stadtkarten (1:2000 bis 1:15.000, Kernmassstab 1:5000) und Stadtübersichtskarten (1:10.000 bis 1:100.000). Den genannten Massstabsbereichen entsprechen Zweckbestimmung und Darstellungsweise der Stadtkarten. Die Gruppe der grössten Massstäbe vereinigt in der Darstellung Kataster und Topographie. Sie liefert insbesondere die Gundlagen für das Grundstücks-, Leitungs- und Planungskataster. Topographische Stadtkarten dienen im Rahmen der Stadtplanung als Grundlage für die städtebauliche Bestandsaufnahme und Strukturuntersuchung sowie für Flächenbilanzen. Die aus topographischen Stadtkarten abgeleiteten Stadtübersichtkarten vermitteln vor allem räumliche Strukturen und Zusammenhänge über das gesamte Stadtgebiet, weshalb sie in erster Linie als Informations-, Demonstrations- und Arbeitsmittel, aber auch als Basis für thematische Darstellungen Verwendung finden. Flächennutzungspläne und Bebauungspläne sind die wichtigsten thematischen Stadtkartenwerke, die auf gesetzlicher Grundlage geschaffen und fortgeführt werden. Darüber hinaus liegen, zumindest für Grossstädte, thematische Karten und Kartenwerke vor, die u.a. die natürlichen Bedingungen (z.B. den Baugrund, die Vegetation), die Bevölkerung (z.B. die soziale Struktur), die technische, die Verkehrs- und die soziale Infrastruktur betreffen. Sie sind den Stadtkarten zuzurechnen, auch wenn sie unter Umständen nicht das gesamte Stadtgebiet erfassen. Eine Sonderstellung unter den thematischen Stadtkarten nehmen die Stadtpläne ein. Vor allem die Stadtgrundkarten boten sich wegen ihrer vorwiegend als Polygone erfassbaren Inhalte sehr früh für die digitale Bearbeitung an. Stadtkarten, auch jene der kleineren Massstäbe, liegen heute in der Regel als digitale topographische Kartenwerke bzw. bei thematischer Ausrichtung als entsprechende Geoinformationssysteme vor oder sind im Aufbau begriffen.
 
 

 

 

 
 
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