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Routenaufnahme

 
     
  eine Aufnahme des Reiseweges bzw. eine lineare Geländeaufnahme, die im Mittelalter bei Landesaufnahmen und bis zum Ende des 19. Jh. auf Forschungsreisen angewendet wurde. Grundprinzip war die Entfernungsbestimmung aus Schrittmass, Wagenradumdrehungen oder aus Marschzeit und Geschwindigkeit. Richtungs- und Höhenwinkel wurden freihändig, z.B. mit Marschkompass oder Gefällmesser, gemessen. Seitlich des Reiseweges liegende Objekte wurden meist nur nach Augenmass in einer Geländeskizze festgehalten. Da alle diese Messungen während des Marsches erfolgten, wurde meist nur eine Genauigkeit von 1 km in der Lage und 10 bis 200 m in der Höhe erreicht, auch wenn zum Teil abends (Kontrollpunkte) oder an Rasttagen (Hauptpunkte) astronomische Ortsbestimmungen mit Theodoliten und Höhenbestimmungen mit Barometern durchgeführt wurden. Bei der Auswertung wurde zunächst aus den Wegaufnahmen die Länge und Richtung der Routen bzw. Polygonseiten (Polygonzug), das heisst der Verbindungslinien der Endpunkte jedes Tagesmarsches abgeleitet. Das Polygonnetz wurde anschliessend berechnet und in die Hauptpunkte eingepasst. Daraufhin erfolgten die Kartierungen in Kartenmassstäben 1:100.000 bis 1:1.000.000.  
 

 

 

 
 
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