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Rosopsida

 
     
  Eudicotyledonae, Höhere Dikotyledonae, Klasse der Angiospermophytina mit tricolpaten oder daraus weiter entwickelten Pollen und zwei Keimblättern (dicotyl). Die Rosopsida kommen vom Apt bis rezent vor, entfalteten sich seit Beginn des Tertiärs und haben rezent mit ca.


180.000 Arten bzw. ca. 75% den grössten Anteil am Artenspektrum der Angiospermophytina. Die eustelaten Rosopsida mit Tracheenholz wachen zu verzweigten immer- und sommergrünen Bäumen und Sträuchern, Lianen, Zwerg- und Halbsträuchern, Stauden und nicht verholzenden, mehrjährigen bis einjährigen Kräutern. Die Laubblätter (Blatt) sind einfach oder zusammengesetzt, meist gestielt und netzadrig. Paarige Stipulae sind häufig, aber nicht miteinander verwachsen. Blattscheiden kommen vor. An den Seitenknospen folgen auf das Deckblatt zwei transversal gegen- oder wechselständige Vorblätter als unterste Blätter des Seitensprosses. Die oft doppelte Blütenhülle (Perianth) besteht aus den meist grünen äusseren Kelchblättern (Sepale) und den meist gefärbten inneren Kron- oder Blumenblättern (Petale). Die Blütenorgane sind zyklisch in meist fünf(vier-)zähligen Wirteln angeordnet, die Staubblätter primär in zwei (einem) Kreisen, können sekundär vermehrt sein und sind charakteristisch in Stielzone (Staubfaden, Filament) und Staubbeutel (Anthere) gegliedert. Aus dem ursprünglichen, monosulcaten Typ der distalen Pollen-Keimstelle bei den Magnoliopsida entwickelte sich bei den Rosopsida eine Vielzahl anderer Aperturtypen. Zonotreme Pollen mit in der Äquatorebene liegenden Keimstellen sind tricolpat, triporat oder tricolporat. Die bis auf 100 vermehrten Aperturen pantotremer Pollen sind als Poren, Colpen und Rugae (nicht meridianparallele Colpen) über die gesamte Pollenoberfläche verteilt und unter Umständen durch Modifizierung der Aperturränder und deckelartige Verschlüsse komplex. Die Fruchtblätter sind meist verwachsen (coenokarpes Gynoeceum). Als Ausgliederung der Blütenachse werden sehr oft Nektarien gebildet. Die Samenanlagen sind crassinucellat, d.h. sie haben einen vielzelligen Gewebekern (Nucellus), oder sie sind zunehmend zu einem Nucellus aus Epidermis und Embryosack reduziert (tenuinucellat) und in zwei oder nur in ein Integument gehüllt. Die Embryonen sind oft gross. Die sekundären Pflanzenstoffe zur Abwehr von tierischen Fressfeinden, Phytophagen und Pilzbefall haben bei den Rosopsida den höchsten Differenzierungsgrad im Regnum Plantae.
 
 

 

 

 
 
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