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Mudde

 
     
  bezeichnet alle schlammigen Sedimente, die viel organisches Material enthalten. Sie entstehen in Warmzeiten am Grunde stehender Gewässer. Je nach Zusammensetzung werden organische Mudden ( > 30 % organische Substanz)und organomineralische Mudden (5 bis 30 % organische Substanz) unterschieden. Vertreter der organischen Mudden sind die Lebermudde, die Torfmudde und die Detritusmudde. Zu den organomineralischen Mudden gehören die Sandmudde, die Schluffmudde, die Tonmudde, die Diatomeenmudde und die Kalkmudde. Mudden stellen entwicklungsgeschichtlich das erste Stadium topogener Moorbildungen dar (Moore). In Versumpfungsmooren hingegen, die in der Regel durch Grundwasseranstieg entstanden sind, fehlen die Mudden. Bodentypen wie Gyttja, Dy und Sapropel (subhydrische Böden der deutschen Bodenklassifikation) zählen unter geologischem und geomorphologischem Gesichtspunkt zu den Mudden.  
 

 

 

 
 
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