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Verlagerung von Schad- und Nährstoffen (Nährstoffmobilisierung) aus festen Bindungen in eine leicht verfügbare Form. Mobilisierungsprozesse werden durch die Faktoren Verwitterung, Ionenaustausch, Desorption und Mineralisierung gesteuert. Der Mobilisierungsgrad ist abhängig von der chemischen Bindungsform, der Temperatur, der Bodenfeuchte und -durchlüftung, der mikrobiellen Aktivität, dem Gehalt an Tonmineralen, an Metallhydroxiden, an organischer Substanz und insbesondere vom pH-Wert. So nimmt z.B. die Mobilisierung von Schwermetallen mit abnehmendem pH-Wert zu und die Schadstoffe werden pflanzenverfügbar oder mit dem Sickerwasser ausgewaschen. Für die Abschätzung des Gefährdungspotentials sind Kenntnisse über die Schadstoffmobilisierung von erheblicher Bedeutung. |
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