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Kleinbohrung

 
     
  Bohraufschluss im Boden mit Bohrdurchmesser zwischen 30 und 80 mm. Bei der Handdrehbohrung wird der Boden mittels Schappe, Schnecke oder Spirale drehend gelöst. Der übliche Bohrdurchmesser ist 60-80 mm. Das Verfahren wird bei bindigen Böden mit einem Korngrössenspektrum von Tonen bis Mittelkiesen und unter dem Wasserspiegel eingesetzt. Kleindruckbohrungen sind v.a. für Ton, Schluff und Feinsand geeignet. Das Entnahmerohr wird hier über ein Druckgestänge in den Boden eingedrückt. Übliche Bohrdurchmesser sind 30-40 mm. Kleinrammbohrungen weisen einen üblichen Bohrdurchmesser von 30-80 mm auf. Hier wird ein Rammgestänge mit Entnahmerohr in den Boden gerammt. Kleinrammbohrungen werden für Böden mit einem Korndurchmesser von maximal 1/5 des Innendurchmessers des Entnahmerohrs eingesetzt.


Die Länge des Entnahmerohrs sollte 1 m nicht überschreiten. Bei Entnahmerohrlängen über 1 m wird die höhenmässige Feststellung der Schichtgrenzen unsicher und es besteht die Gefahr, dass weiche Schichten durch Pfropfenbildung überlagernder fester Schichten verdrängt werden. Der Einsatz von Kleinbohrungen in Böden ist durch das Grösstkorn begrenzt. Bei ihrem Einsatz ist zu beachten, dass die kleinen Masse der Proben und die geförderten geringen Probenmengen die Durchführung von mitunter wichtigen Laborversuchen nicht zulassen und dass je nach Bohrverfahren und Bohrwiderstand des Bodens die Erkundungstiefe stark eingeschränkt sein kann. In geeigneten Böden lassen sie aber bis zur jeweils möglichen Erkundungstiefe die Schichtenfolge, unter Umständen auch die Feinschichtung, gut erkennen und sind bis zu diesen Tiefen zur Ergänzung von aufwendigeren Aufschlüssen geeignet. Kleinbohrungen wurden in früherer Zeit auch als Sondierbohrungen bezeichnet.
 
 

 

 

 
 
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