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Heinrich, Geograph und Kartograph, * 31.7.1818 Berlin, † 21.4.1899 Berlin; nach Studium in Berlin bei Carl Ritter (1779-1859) war Kiepert von 1845 bis 1852 Leiter des Geographischen Instituts in Weimar; 1859 als ordentlicher Professor an die Berliner Universität in Nachfolge von C. Ritter berufen, verband er seine historisch-geographischen Studien mit kartographischen Arbeiten. Er schuf ca. 400 teils mehrblättrige Kartenwerke, vorwiegend zur Erfassung der Länder antiker Kulturen in Kleinasien und Südosteuropa ("Karte von Kleinasien" 1:1 Mill. 1854, "Spezialkarte des westlichen Kleinasien" 1:200.000, 15 Blätter, 1890-92). Nach Itineraren von Forschungsreisenden entwarf er zahlreiche Kartenbeilagen für die ""Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin" (seit 1853) und Atlaskarten zum "Neuen Handatlas der Erde" (1857-61), später "Grosser Handatlas" sowie zum "Atlas antiquus". Sein Sohn Richard Kiepert (* 13.9.1846 Weimar, † 4.8.1915 Berlin) bearbeitete neue Ausgaben vieler Kartenwerke seines Vaters und gab selbst Schulwandkarten, Atlanten und Einzelkarten heraus. |
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