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Hartlaubwald

 
     
  immergrüne Vegetationsform der Winterregengebiete mit kühlen, niederschlagsreichen Wintern und trocken-heissen Sommern. Hartlaubwälder kommen v.a. im Mittelmeergebiet, im Chapparral und in der Kapensis vor. Charakteristisch ist der sklerophytische Bau der Pflanzen (Sklerophyten) mit kleinen, lederartigen, harten und oft mit Wachs oder Haaren überzogenen Blättern. In der Trockenzeit sorgt ein hoher Anteil an versteifendem Festigungsgewebe für Stabilität bei nachlassendem Zellinnendruck. Zu den Hartlaubgewächsen gehören z.B. Zistrosen, Lorbeer und Myrte. Die Bäume des Hartlaubwaldes erreichen Höhen von max. 10-15 m, sind aber normalerweise kleiner und bilden weitständige, lichtdurchflutete Bestände. Die urspünglichen Hartlaubwälder (z.B. die Stein- und Korkeichenwälder des Mittelmeergebiets) sind heute durch den Eingriff des Menschen (Feuer, Beweidung) in Degradationsstadien umgewandelt (Macchie, Garigues), die in stärkerer Ausprägung schliesslich in offenen Felsenheiden (Heidelandschaft) übergehen und keinen Hartlaubcharakter mehr zeigen.  
 

 

 

 
 
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