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Garrigues, [von provenzalisch garric=Kermeseiche], lückige, mediterrane Gebüschformation aus niedrigen (bis max. 2 m hohen) Sträuchern auf flachgründigen Böden, die in Frankreich und Nordafrika vorkommt und mit der Macchie verwandt ist. Sie besteht v.a. aus der Kermeseiche (Quercus coccifera), meist hartlaubigen Sträuchern (Hartlaubwald), Euphorbien und stark ätherisch duftenden Stauden (z.B. Lavendel, Rosmarin) sowie zahlreichen Geophyten (z.B. Iris, Gladiolus). Die Garigues entstanden wahrscheinlich aus durch Bodenabtrag und jahrhundertelange Überweidung degradierten Formen des ursprünglichen mediterranen Steineichenwalds und sind stark vom Feuer geprägt. Gemeinsam mit ähnlichen Erscheinungsformen der Phyrgana in Griechenland oder den Tomillares in Spanien werden sie unter dem Namen Gariden (Felsenheide) zusammengefasst. |
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