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von J.D. Dana (1878) geprägter Begriff für ein langgestrecktes, sehr ausgedehntes Meeresbecken, das sich über erdgeschichtlich lange Zeiten rasch abgesenkt hat und daher ungewöhnlich mächtige Sedimente aufnehmen konnte; daraus entwickele sich dann ein Orogen. H. Stille benutzte dafür den Begriff Orthogeosynklinale, im Gegensatz zu den Parageosynklinalen, kontinentalen Becken mit hoher Sedimentmächtigkeit, aber ohne nachfolgende Orogenese. Bereits Dana hatte in den Geosynklinalen ein Anzeichen der Erdkontraktion gesehen (Kontraktionstheorie). In der Folge wurden viele Typen von Geosynklinalen definiert. Häufig genannt wurden die Eugeosynklinalen, die durch einen hohen Anteil von Tiefwasserablagerungen (insbesondere von Turbiditen) sowie Einschaltungen von Pillow-Basalten gekennzeichnet seien. Miogeosynklinalen seien dagegen von Flachmeerablagerungen erfüllt und frei von Vulkaniten. Mit der Formulierung der Plattentektonik hat der Begriff Geosynklinale seine Bedeutung verloren. |
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