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Kalkzugabe

 
     
  Kalke werden Böden zugesetzt, um den Wassergehalt zu reduzieren und chemische Reaktionen in Gang zu setzen, die die Eigenschaften des Bodens verbessern sollen. Die Wassergehaltsreduzierung wird beeinflusst durch die Art und Menge des Kalkes, die Anzahl der Mischdurchgänge und vom Wetter (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind). Die Kalkart und Kalkmenge richtet sich nach dem beabsichtigten Zweck. Feinkörnige Böden werden mit Feinkalk (CaO) oder Kalkhydrat (Ca(OH)2) behandelt, während grobkörnige Böden einen hochhydraulischen Kalk (Kalke mit Zusätzen von latent hydraulischen Stoffen) erfordern, der über hydraulisch erhärtende Komponenten verfügt. Bei Bodenverbesserungen erfolgt die Kalkzugabe meist auf der Baustelle nach kg/m2, bezogen auf 20 cm Schütthöhe, und zwar etwa, 2 kg/m2 bei 1-2% zu hohem Wassergehalt, 3-5 kg/m2 bei 2-3% zu hohem Wassergehalt und 8-10 kg/m2 bei 4-5% zu hohem Wassergehalt. Wenn der Wassergehalt des Bodens mehr als 4-5% über den optimalen Wassergehalt liegt, wird in der Regel Branntkalk (CaO) verwendet, bei dem die wassergehaltsreduzierende Wirkung grösser ist als bei Kalkhydrat.  
 

 

 

 
 
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