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a) Kaltfrontbewölkung: An einem Ort ist bei Durchgang einer Kaltfront erster Art (Ana-Kaltfront) die nachfolgende Verdichtung der Schichtbewölkung in verschiedenen Höhenstufen typisch, bei Annäherung und Durchgang einer Kaltfront zweiter Art (Kata-Kaltfront) ist dagegen die rasche Zunahme der überwiegend konvektiven Bewölkung mit zügig folgendem Aufklaren die Regel. Die grossräumige Kaltfrontbewölkung erkennt man im zeitgerafften Satellitenfilm daran, dass sich die frontparallele, streifige obere Wolkenstruktur rasch in Richtung auf das zugehörige Wirbelzentrum bewegt. Ausserdem zeichnet sich die nachfolgende Kaltluft zumeist durch deutliche konvektive Bewölkungsmuster aus. b) Okklusionsbewölkung: An einem Ort richtet sich die Abfolge der Bewölkung beim Durchgang einer Warmfrontokklusion oder Kaltfrontokklusion nach dem Überwiegen der Kaltfront- oder Warmfront-Eigenschaft und zugleich nach der Abfolge der beiden beteiligten Fronten, was Auf- und Abgleiten betrifft. Die grossräumige Okklusionsbewölkung erkennt man im Satellitenbild daran, dass sie geometrisch eine das Wirbelzentrum umfassende Wolkenspirale bildet, die sich vom Gebiet des Zusammenfliessens von Warmfront- und Kaltfrontbewölkung (Okklusionsfront) ins Wirbelzentrum wickelt. Ausserdem zeigt sich eine streifige Struktur der darüber liegenden Cirruswolken, die mit erkennbarer antizyklonaler Krümmung quer über die Wolkenspirale hinweg verlaufen. c) Warmfrontbewölkung: Bei Annäherung einer Ana-Warmfront ist ein Bewölkungsaufzug typisch, der sich zusehends zu Schichtwolken in verschiedenen Höhenstufen verdichtet. Nach dem Warmfrontdurchgang lockert die Bewölkung oft auf. Dagegen ist bei Annäherung einer Kata-Warmfront nur ein Aufzug von Cirruswolken zu beobachten. Grossräumige Warmfrontbewölkung erkennt man im zeitgerafften Satellitenfilm daran, dass sich die frontparallele, zumeist antizyklonal gebogene, streifige obere Wolkenstruktur rasch vom zugehörigen Wirbelzentrum weg bewegt. MGe |
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