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Front zwischen zwei Luftmassen unterschiedlicher Temperatur, die sich in Richtung auf die wärmere Luftmasse bewegt. Dabei wird die wärmere von der kälteren Luftmasse verdrängt (Kaltfrontdurchgang). a) Kaltfront erster Art, Ana-Kaltfront, eine mit Flächenniederschlag verbundene Aufgleitfront. Bei ihr nimmt die frontsenkrechte Windkomponente mit der Höhe ab, d.h. der Front kommt die vorgelagerte wärmere Luft in zunehmendem Masse auf ansteigenden Isentropenflächen entgegen (Abb. 1). b) Kaltfront zweiter Art, Kata-Kaltfront, eine Abgleitfront (Abb. 2). Bei ihr nimmt die frontsenkrechte Windkomponente mit der Höhe zu. Dies bringt zwei sehr unterschiedliche Effekte. Zum einen kann die Kaltfront in der Höhe vorauseilen, was zur Labilisierung und auch zur vertikalen Umlagerung der vorgelagerten wärmeren Luft und damit zu Schauern und Gewittern im vordersten Bereich der Front führt. Zum andern überholt die nachfolgende Luft die Frontschicht in zunehmendem Masse auf schräg abfallenden Isentropenflächen (Abgleitfläche), wodurch sich die Bewölkung im rückwärtigen Bereich der Front rasch auflöst. Ana-Kaltfronten sind im Sommer häufiger, Kata-Kaltfronten im Winter.
Kaltfront 1: Kaltfront erster Art im mit der Front geführten Meridionalschnitt, schematisch, mit θj = Isentropenflächen in 5 K-Intervallen; θfi = zugehörige Feuchtadiabate (Gleitflächen in Wolkenluft); Pfeile = Relativbewegung der Luft; offene Pfeile = Aufgleiten in Wolkenluft.
Kaltfront 2: Kaltfront zweiter Art im mit der Front geführten Meridionalschnitt, schematisch, mit θj = Isentropenflächen in 5 K-Intervallen; Pfeile = Relativbewegung der Luft; offene Pfeile = erzwungene Hebung, überwiegend von Wolkenluft. |
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